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Wintersportclub Kassel e.V.

* 1967   50 Jahre   * 2017 *

Radtour 2017

WSC-Radtour 2017: vom Rennsteig bis nach Magdeburg auf den Radwegen der Ilm, der Saale, der Unstrut, des Goethe-Radweges und der Elbe.

Sonntag, 18. Juni
Pünktlich um 7.30 Uhr standen 10 hoffnungsvolle WSC-Radler im Bahnhof Wilhelmshöhe um die Reise um 8.06 Uhr anzutreten. Anzeige: Zug entfällt. Nächste Möglichkeit 9.09 Uhr. Banges warten ob alle mitfahren können. Die Erleichterung war groß als die Räder im engen Abteil untergebracht waren. Nun ging alles nach Plan. Pünktlich erreichten wir Erfurt, um dann 10.45 Uhr weiter nach Ilmenau zu fahren. Dort angekommen, mussten wir eine längere Wartezeit in Kauf nehmen, nicht wissend, ob wir dann auch alle mitgenommen werden. So wurde entschieden, dass unsere Pedelec-Fahrer zum Start der Tour auf 750 m Höhe vorausfahren und die „Normalradler“ mit dem Zug zum Bahnhof Rennsteig nachkommen. Diese Entscheidung war goldrichtig und so trafen wir fast gleichzeitig in der Café Stube Spindler in „Allzunah“ ein. Nach der Ruhepause ging es in flotter Fahrt bergab in Richtung Ilmenau. Auf tollen Radwegen bei strahlendem Sonnenschein durchfuhren wir Ilmenau. Kurzer Aufenthalt in Gräfinau-Angstedt. Besuch bei Antjes Skifreunden. Der Ehemann führte uns dann nach Stadtilm direkt zum Hotel. Mit einem guten Abendessen ging es zur wohlverdienten Ruhe ins Hotel „Zum Ginkgobaum“ zurück.

Montag, 19. Juni
Bei herrlichem Sonnenschein starteten wir um 9.30 Uhr. Sehr abwechslungsreiche, schöne Landschaft mit einem kurzen Halt bei Kranichfeld, wo wir Erdgeschichte studieren konnten. Denn Ablagerungen aus dem Quartär vor 2,3 Mio. Jahren traten hier offen zutage. Mittagspause dann in Bad Berka. Gleich hinter Bad Berka dann der Hammer mit einer ca. 300 Meter langen Steigung, die sich von 6% auf 13 % steigerte. Hier half für Normalradler nur noch schieben. Unsere Pedelec-Fahrer hatten es da besser. Dann ging es der Ilm entlang zu unserem Tagesziel nach Weimar. Dort gönnten wir uns nach knapp 50 km bei über 30 Grad leckere Eisspezialitäten. Anschließend wandelten wir auf Goethes und Schillers Spuren im von vielen Touristen besuchten Weimar. Abendessen im Hotel mit einer leider völlig untypischen Thüringer Bratwurst.

Dienstag, 20. Juni
Weiterfahrt nach Naumburg durch eine wellige Landschaft bei strahlendem Sonnenschein. Mittagsrast in Bad Sulza. Übergang nach Sachsen-Anhalt mit zum Teil spürbar schlechteren Radwegen. Sehr schöne Fahrt im Saaletal mit seinen Burgen und Weinbergen. Schon aus der Ferne grüßte der Dom von Naumburg und nach 58 km war unser Hotel „Zum alten Krug“ erreicht, welches wir schon von der Unstrut-Saale-Tour 2014 kannten. Nach einem Stadtrundgang hatten wir einen heiteren Abend mit einem sehr guten Essen.

Mittwoch, 21. Juni
Abfahrt schon um 9.00 Uhr. Denn mit Ziel Merseburg stand uns eine sehr schwierige Etappe bevor. Dies bewahrheitete sich schon nach Freyburg, als wir aus dem idyllischen Unstruttal  nach einer langen und zum Schluss sehr starten Steigung in Müncheroda ankamen. Oben angekommen, stand ein noch voller Kirschbaum, dem wir etwas von seiner Last abnahmen. Die Weiterfahrt verlangte von unseren Radlern viel Geduld und Kraft, denn Kopfsteinpflaster und verwirrende Richtungsschilder verlängerten die Fahrt ungewollt. Endlich war Mücheln erreicht, und mit Mühe fanden wir am wunderschönen Geiseltalsee ein Restaurant. Dieses ehemalige Braunkohlenrevier wurde geflutet und es entstand ein tolles Freizeitgebiet mit Wassersportmöglichkeiten. In flotter Fahrt ging es weiter nach Merseburg. Nach 65 km erreichten wir sichtlich geschafft unser Hotel „Zum goldenen Löwen“. Dennoch gönnten wir uns noch einen Gang zum Dom, um anschließend sehr gemütlich im Hotelgarten zu speisen.

Donnerstag, 22.06.
Heute fahren wir weiter nach Bernburg. Zunächst aber durch Halle, wo wir
wegen vieler Baustellen etwas beschwerlich den Weg suchen mussten. Hinter Halle überquerten wir mit der Fähre die Saale, um dann in Wettin Mittag zu machen bei nach wie vor strahlendem Sonnenschein. Aber es wurde  immer schwüler und erste Gewitterwolken zogen auf. Es wurde dunkler und dunkler, sodass wir in Alsleben in Erwartung eines Regengusses bei einem Supermarkt Unterschlupf fanden. Doch die Gewitterfront zog nordwärts vorbei und so fuhren wir weiter. Ein Regenschauer erwischte uns trotzdem, konnte uns aber nicht aufhalten. Vor Bernburg dann eine zweite Gewitterfront, die uns dann mit Blitz, Donner und Regen voll im Wald erwischte. Dennoch erreichten wir nach 81 km das „Askania-Hotel“ zwar nass, aber nicht durchnässt, noch rechtzeitig. Der Stadtrundgang fiel ins Wasser, aber dafür wohnten wir sehr gut und das Abendessen inkl. der Bedienung war Spitze.

Freitag, 23.06.
Frühe Abfahrt zum Endziel Magdeburg. Bei bedecktem Himmel, und angenehm kühler, fahren wir zum in der Bernburger-Oberstadt gelegenen Schloss mit schönem Blick auf die Saale . Im sehr hübschen Ort Barby machen wir Mittag. Es gibt sehr leckeren Flammkuchen und anschließend noch einen Eisbecher. Gleich hinter Barby fahren wir zur Saale-Mündung, die wir hier verabschieden, um nun mit der Gierseilfähre die Elbe zu überqueren. In den ersten Waldstücken ist der Radweg mit Ästen und Zweigen übersät und wir sehen im weiteren Verlauf, was das Unwetter angerichtet hat. Starke Bäume umgeknickt und entwurzelt. Mühsam müssen wir uns in den Waldstücken den Weg, bei zum Teil heftigen Gegen- und Seitenwind, bahnen. Feuerwehr und Hilfskräfte sind überall im Einsatz. Dennoch erreichen wir gegen 18.00 Uhr, nach 81 km, das vor Magdeburg gelegene Hotel „ElbRivera“. Ein sehr gutes Haus und das hervorragende Abendessen ist Lohn für diese nicht ganz einfache Tagestour.

Samstag, 24.06.
Vom Hotel aus fahren wir nun nach Magdeburg. Bedingt durch viele Baustellen und Baumbarrikaden verkürzen wir die Fahrt, besuchen den Dom und machen Mittag in dem 11 Jahre alten „Hundertwasserhaus“. Gegen 13.00  Uhr verlassen wir Magdeburg und sind um 19.45 Uhr nach dreimaligem Umsteigen wieder wohlbehalten in Kassel angekommen.

Wolfgang hat uns mit dieser von ihm organisierten Fahrt wieder ein unvergessliches Erlebnis geschenkt. Ein herzliches Dankeschön ihm und ein Kompliment an alle Teilnehmer, denn diese Fahrt war anspruchsvoll, aber dafür wunderschön und abwechslungsreich.

Für die Statistik:

Gefahren wurden: 398,5 km bei einem Schnitt von 15,12 Std./km.
Wir saßen knapp 26 Stunden auf dem Sattel.
Zwei Pannen mit gerissenen Bowdenzügen.
Ein Navi das öfter streikte.
Ein schmerzhafter Sturz, der zur Aufgabe zwang aber ohne Folgen blieb.
                                                                                                                                                                    mw

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