Text Besucherzähler

Wintersportclub Kassel e.V.

* 1967   50 Jahre   * 2017 *

Radtour 2018

WSC-Römer-Lippe-Radtour 2018

Endlich war es wieder soweit. Unsere alljährlich von Wolfgang Riedinger ausgearbeitete und geführte Radtour konnte beginnen.

Samstag, 09.06.
Bei bestem Wetter fuhren wir mit 10 Teilnehmern um 11.02 Uhr in Kassel-Wilhelmshöhe ab. Gegen 12.00 Uhr kamen wir in Altenbeken an, um nunmehr mit dem Rad unser erstes Ziel, Detmold, anzusteuern. Durch eine beschauliche Mittelgebirgslandschaft mit einigen Anstiegen kamen wir in Horn-Bad Meinberg an, wo eine Eisdiele die verdiente Mittagsrast mit leckeren Eisbechern belohnte. Weiter ging es nun auf etwas flacherer Strecke nach Detmold. Einchecken im Hotel und anschließende Auffahrt zum Hermannsdenkmal stand nun auf dem Programm. Ein unerwartet langer und zum Teil steiler Anstieg führte uns zu dem Wahrzeichen deutscher Geschichte. Ein aufziehendes Gewitter mahnte uns zur Rückkehr. Flott ging es nun bei einigen Regentropfen zurück ins Hotel. Das Abendessen nahmen wir in der sehr schönen Altstadt ein und unternahmen bei wieder trockenem Wetter einen Stadtrundgang.

Sonntag, 10.06.
Weiterfahrt nach Paderborn – zunächst bei leichtem Regen, dann aber wurde es schön und die Regensachen konnten verstaut werden. Als erstes Ziel wurden die Externsteine angesteuert. Ein unerwarteter steiler Anstieg erschwerte die Auffahrt zu diesem Naturwunder, welches schon die Kelten als Kultstätte nutzten. Nach ausgiebiger Rast und dem Besteigen der Felsen ging es weiter nach Bad Lippspringe. Nach der Mittagspause, wieder in einer sehr guten italienischen Eisdiele, besuchten wir die Lippequelle, die in einem kleinen See im Ort entspringt. Nach einigen vergeblichen Versuchen, das Navi von Wolfgang spielte mal wieder verrückt, half uns ein freundlicher Einwohner, den Weiterweg zu finden, indem er uns ein Stück begleitete. Auf der Talleseen-Schleife erreichten wir Paderborn. Einchecken in dem sehr schönen Hotel Gerold. An einem großen runden Tisch nahmen wir das gute Abendessen ein.

Montag, 11.06.
Lippstadt war nun das nächste Ziel. Bei trockenem, bewölktem Wetter, machten wir unseren ersten Halt am Lippesee, den wir schon von der Emsradtour kannten. Nun auf dem Römerweg erreichten wir die erste römische Station, ein befestigtes Basislager mit massiven Bauten, das für die Versorgung der römischen Grenztruppen zuständig war. Weiterfahrt mit einem Abstecher nach Delbrück und Pause, natürlich in einer Eisdiele, kamen wir um 16.00 Uhr im Gasthof Brinkmeier in Lippstadt an. Vor dem Abendessen radelten wir noch zur Innenstadt und bewunderten die Kirche mit dem mittelalterlichen Kirchplatz.

Dienstag, 12.06.
Heute stand uns die längste Etappe bevor. Hamm war das Ziel und es ging auch zügig voran. In Herzfeld machten wir an einer Bäckerei in einem Geschäftszenter Mittag, diesmal bei Kaffee und Kuchen. Nicht nur unsere Frauen nutzten den Halt zum Stöbern in einem Outlet-Center. Mehr und mehr war die Landschaft nun industriell geprägt. Große Kraftwerke bestimmten das Landschaftsbild. Bei Hamm-Uentrop, mitten in einem Industriebetrieb, entdeckten wir den Hindutempel Sri Kamadchi Amal, den größten in Zentral-Europa mit zwei Türmen, die mit bunten Symbolen verziert waren. Weiterfahrt zur Lippe, die wir mit einer Fähre überquerten, die Wolfgang mit einer Zugkette von Ufer zu Ufer zog. Kaum hatten wir Hamm erreicht, begann es zu regnen. Grau in grau wie diese Stadt war auch das Hotel. Aber geschlafen haben wir dennoch gut.

Mittwoch, 13.06.
Bei stark bewölktem, kühlem. aber trockenem Wetter ging es nach der etwas schwierigen Ausfahrt aus Hamm weiter zum nächsten Tagesziel Lünen. Entlang dem Datteln-Hamm-Kanal fuhren wir nach Rüning. An dem sehr schönen Kanal-Hafenplatz machten wir Mittag in einem Café mit verführerischen Torten. Nun wieder auf dem Römerweg, der sich zwischen Kanal und Lippe befand, gab es auf einer Anhöhe einen Halt an einer ehemaligen Römerstellung – ein Außenposten mit Anlegestelle und einem nachgebauten Römerboot. Auf schönen Wegen und mit  Sonnenschein erreichten wir in Lünen unser „Hotel Drei Linden“. Nachmittags erkundeten wir bei einem Rundgang die sehr schöne, gepflegte Stadt. Nach dem sehr guten Abendessen spendierte der Wirt eine Runde Schnaps. Es wurde ein langer Abend mit diesem sehr freundlichen, aufgeschlossenen Wirt, der, wie sich herausstellte, auch Skiläufer war.

Donnerstag, 14.06.
Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen machten wir uns auf den Weg nach „Haltern am See“. Auf dem Radweg am Wesel-Datteln-Kanal ging es mit einem kleinen Umweg in Richtung Borg. Leider war die Lippe-Brücke bei Ahlsen gesperrt. Die Umleitung führte uns durch einen langen Waldweg, in dem wir eine kurze Pause einlegten, dennoch zu unserem Ziel nach „Haltern am See“. Dort angekommen, gab es die obligatorische Mittagsrast in einer Eisdiele neben einer sehr schönen Backsteinkirche am Kirchplatz. Dann fuhren wir zum See, besuchten den Hafen, um zurück durch den Ort unser Hotel im Ortsteil Lippramsdorf aufzusuchen. Der einsetzende Regen und der nicht enden wollende Weg. nervte alle ein wenig, aber endlich war das Hotel Haus Teltrop erreicht.

Freitag, 15.06.
Unser heutiges Ziel war Wesel. Sonne, Wolken und angenehme Temperaturen bestimmten diese sehr schöne, fast erholsame Tour, vorwiegend auf guten Deichwegen zwischen Wesel-Datteln-Kanal und der Lippe. Wir kamen zügig voran und landeten wieder mal in einer Eisdiele in Hünxe. Hier gab es zur Abwechslung Crepes oder Waffeln mit Eis und Sahne (sehr lecker). Danach Weiterfahrt nach Wesel mit seinem im Krieg zerstörten und wieder aufgebauten  Dom, den wir besichtigten. Nun war es nur noch ein Katzensprung zum Rhein. Wir machten Halt an einer im dritten Reich gesprengten Eisenbahnbrücke, auf dessen Uferpfeiler sich ein Aussichtsplatz befand. Über die schöne Rhein-Auen-Schleife erreichten wir unsere Unterkunft im Ortsteil Bislich, das familiengeführte Haus Pooth mit eigener Bäckerei. Natürlich wurde auch diese getestet – es gab leckeren Bienenstich. Danach machten wir einen Spaziergang zur Kirche mit einem üppig bepflanzten Kirchgarten und beobachteten von dort ein Storchenpaar mit drei Jungen. Anschließend nahmen wir das reichliche Abendessen  (große Schnitzel mit Beilagen) zu uns. Wir saßen im Innenhof und beobachteten einen regen Flugverkehr von Schwalben, die unter dem Dach ihre Nester hatten.

Samstag, 16.06.
Heute war der letzte Tag unserer Tour, der nochmals ein Highlight bereit  hielt. Nach dem Übersetzten mit der Fähre über den Rhein fuhren wir nach Xanten, um den Archäologischen Park zu besichtigen. Hier befand sich zur Römerzeit die große Stadt Colonia Ulpia Traiana. Es war beeindruckend, was die Römer früher gebaut haben. Dann fuhren wir durch Xanten zurück Richtung Duisburg. Vorwiegend am Rhein entlang erreichten wir Ossenberg, wo wir zu Mittag einkehrten. Erstmals wurde herzhaft gegessen, denn ein Abendessen stand nicht mehr auf dem Programm. Flott ging es dann weiter bis nach Duisburg, das wir fast durchqueren mussten, um zum Bahnhof zu gelangen.

17.15 Uhr  waren wir am Bahnhof, 17.57 Uhr fuhren wir ab, um glücklich und unversehrt um  20.55 Uhr in Kassel anzukommen. Eine tolle und eindrucksvolle Radtour lag hinter uns.                                                          mw

Technische Details:
gefahren sind wir ca 430 km , haben ca 2200 Höhenmeter bezwungen, die längste Etappe war 66,5 km lang, die kürzeste 34,3 km

 

[Startseite] [Aktivitäten] [Aktuelles-Berichte] [Impressum] [Links]